Montag, 3. Juli 2017

Logistik: Beschaffungsprozess im Überblick - Handlungsspezifische Qualifikationen

Der Beschaffungsprozess im Allgemeinen läuft in zehn auf einander folgenden Schritten ab. Diese sind typisch für den Ablauf einer Beschaffung

Zunächst beginnt das Unternehmen mit der Bedarfsanalyse. Hier stehen verschiedene Verfahren der Bedarfsermittlung zur Verfügung, die allein oder gemeinsam eingesetzt werden, um den genauen Bedarf ermitteln zu können. Eine Methode wäre die ABC-Analyse. Man muss zudem Bruttosekundärbedarf und Nettosekundärbedarf unterscheiden.

Dann geht es an die Lieferantenauswahl, diese werden nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Dabei werden alle Abteilungen, die in irgendeiner Form betroffen sind mit einbezogen und zur Beurteilung heran gezogen. Diese können von der Einkaufsabteilung bis zum Qualitätmanagament reichen. Das Finden von Lieferanten hat sich durch das Internet deutlich vereinfacht. Hierbei können die gängigen Suchmaschinen hinzu gezogen werden, jedoch helfen auch Suchdienste wie Wer liefert was? Oder Einkaufsplattformen wie zentrada.de dem Einkäufer beim Finden von Lieferanten. Doch auch Bezugsmessen und Ausstellungen liefern gute Kontakte zu möglichen Herstellern / Lieferanten.

Schließlich werden Angebote bei den in Frage kommenden Lieferanten eingeholt. Wenn wir einen konkreten Bedarf haben, dann sollte die Anfrage für das Angebot auch gleich sehr konkret formuliert werden. Brauchen wir für unseren Marktstand 100 Bleistifte, dann muss die Anfrage auch auf diese Menge lauten. Ist der Markt schon nächste Woche, so sollte in der Anfrage auch der Wunsch nach der schnellen Lieferung berücksichtigt werden.  Dies kann in Form von formlosen Anfragen via Email geschehen. Man wartet dann auf das Eintreffen der Angebote, um dann in den nächsten Schritt überzugehen: Die Angebotsprüfung.

Diese unterzieht den Angeboten eine formelle und materielle Prüfung, die in der Angebotsauswahl mündet, bei der das beste Angebot den Zuschlag bekommt. Es muss nicht das günstige Angebot sein. Auch Kriterien wie gute Beziehungen zum Lieferanten, schnelle Lieferzeit oder andere Kriterien können hier mit hinein spielen. Die Fragestellungen der Angebotsprüfungen sind: Wann liefert der Lieferant, wie viele ( also reicht die verfügbare Menge für unseren Bedarf) in welcher Qualität zu welchen Konditionen .

Schließlich wird der Auftrag vergeben und die Vergabe wird zuvor noch verhandelt. Die Bestellung wird dann abgesetzt.- Sie mündet in der Kontrolle der Abwicklung. So wird zum Beispiel verfolgt, ob termingerecht geliefert wurde.

Wenn die Waren eintrifft wird die Rechnungsprüfung und Wareneingangsprüfung vorgenommen. Sie wird nach den Qualitätskriterien und Quanitätskriterien durchgeführt. Wenn alles in Ordnung ist, dann geht es zum letzten Schritt: Die Ware wird eingelagert, die Produkte werden bereit gestellt und die Objekte gehen in ihre Verwendung.

Die Schritte sind in der Übersicht

  1. Bedarf analysieren
  2. Lieferanten auswählen
  3. Angebote einholen
  4. Angebote prüfen
  5. Angebote auswählen und Favoriten festlegen
  6. Auftrag vergeben
  7. Abwicklung kontrollieren
  8. Wareneingang und Rechnung prüfen
  9. Einlagern, bereitstellen und  Verwenden der Ware

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Die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte: Handlungsspezifische Qualifikationen (Prüfungsbücher für Fachwirte und Fachkaufleute)


Weiter lesen, weiter lernen:
  1. http://kaufmann-werden.de/sites/default/files/dokumente/Beschaffungsprozess_0.pdf
  2. http://www.merkur-verlag.de/_perform_media/dokumente/leseprobe/1020_leseprobe.pdf
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Beschaffung
  4. http://www.christiani.de/pdf/76828_probe.pdf



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