Montag, 12. Dezember 2016

Vergleich von autoritärem Führungsstil und kooperativem Führungsstil - Führungsstile und Mitarbeiterführung

Wer einen autoritären Führungsstil an den Tag legt, der ordnet Arbeiten an und lässt diese genau nach den Anleitungen ausführen. Der Vorteil dieser Form der Führung ist, dass man hier sehr schnell Entscheidungen fällen kann und diese auch nicht von anderen überprüfen lassen muss. Hierin liegt aber auch eine Gefahr. Wenn eine Führungskraft nach Belieben Entscheidungen fällen kann, die von dem Team getragen werden müssen, dann besteht die Gefahr das das Team diese Entscheidungen nicht für gut befindet.

Ein autoritärer Führungsstil sollte immer dann an den Tag gelegt werden, wenn man Routine Aufgaben zu bewerkstelligen hat. Man kann im autoritären Führungsstil alle Mitarbeiter führen, die keine hohe Motivation bei ihrer Arbeit brauchen.

Die Organisation von einer Abteilung mit einem autoritärem Führungsstil ist sehr viel einfacher, als wenn Mitarbeiter ein Mitspracherecht hätten. Dies ist darin begründet, dass die Weisungen nur von einer Person an alle ausgeteilt werden und dies dann auch einer Kontrolle der Umsetzung bedarf.

Als Aufgaben, die von einem Team mit einem autoritären Führungsstil geführt werden, bieten sich Aufgaben in der Fertigung an. Die Organisationsstruktur sollte dabei nach dem Liniensystem ablaufen. Hier gibt eine Führungkraft die Anweisungen an die Führungskräfte in den Abteilungen weiter, welche die Anweisungen dann an die Mitarbeiter verteilen. Der Personenkreis, der von diesem Führungsstil betroffen ist, sind zum Einen die Mitarbeiter. Diese empfangen Weisungen, führen sie aus und geben die Mitteilung das die Weisung erfolgreich umgesetzt wurde mit den Ergebnissen weiter. Sie müssen keine Entscheidungen fällen und können ihre Kenntnisse auch nur so weit mit in die Ergebnisse einbringen, wie die Führungskraft das wünscht.
Die Führungskraft muss Entscheidungen fällen und Weisungen erteilen. Es besteht die Gefahr, dass diese Entscheidungen nicht das Potential der Gruppe ausnutzen oder nicht von der Gruppe getragen werden, da es ihren Interessen widerspricht.

Kooperative Führungsform

Die gegenteilige Form der Führung, also die Kooperative Führungsform, sollte angewandt werden, wenn die Mitarbeiter kreative Aufgaben lösen müssen oder sich mit Tätigkeiten konfrontiert sehen, die ein hohes Maß an Eigenintiative und Eigenverantwortung fordern.

Dieser Führungsstil hat die Merkmale, dass die Machtausübung in den Hintergrund tritt und alle Entscheidungen mit dem Team abgestimmt werden. Das Prinzip der Delegation tritt in den Vordergrund. Der Führer der Gruppe hat die Aufgabe die Mitarbeiter aktiv mit in den Entscheidungsprozess ein zu binden und zielorientiert zu arbeiten.

Dem gegenüber steht der kooperative Führungsstil oder auch partizipative Stil ein Nachteil an der Führungsform, bei denen Mitarbeiter ein hohes Mitspracherecht haben ist, dass es hier schwerer ist Entscheidungen zu fällen. Da jeder Mitarbeiter seine Meinung mit einbringen will und auch im besten Falle hinter seinen Meinungen und Ansichten steht, kann es auch zu Konflikten kommen. Ein weiteres Risiko, welches bei der Arbeit im kooperativen Führungsstil besteht ist, dass die Fehlerquote ansteigen kann. Bei diesem Führungsstil ist es aber wichtig, dass Fehler nicht bestraft werden, sondern dass man Ursachenforschung betreibt und systematisch die Qualität der Ergebnisse verbessert. Außerdem besteht das Risiko, dass ein zu kooperativer Führungsstil von den Mitarbeitern ausgenutzt wird, da diese viele Freiheiten haben.

Der wichtigste Vorteil in diesem Modell ist, dass man sehr viele Möglichkeiten hat die Fähigkeiten der Mitarbeiter optimal zu nutzen. Da jeder sein Können und seine Ansichten in das Teamwork mit einbringen kann, wird das Endprodukt des Arbeitsprozesses somit auch mehr Ansichten und Einsichten der Mitarbeiter beeinhalten, als dies beim autoritären Führungsstil der Fall wäre.

Wer den kooperativen Führungsstil an den Tag legt, der hilft seinem Team Aufgaben im kreativen Bereich zu lösen. Auch dann, wenn die Aufgabe fachliche Kompetenzen erfordert, welche aus mehreren Bereichen stammen ist dieser Stil eine gute Wahl. Zum Beispiel muss bei der Planung einer Immobilie der Innenausstatter und der Architekt gemeinsam eine Entscheidung fällen können, da diese in den jeweiligen Teilbereichen ihre maßgebliche Kompetenz haben. Als Organisationsstruktur kommt ein Matrix System in Frage oder auch ein Mehrliniensystem, da hier die Aufgaben anders verteilt werden können.


Für den Personenkreis kommen verschiedene Vorteile und Nachteile zum Tragen. Die Mitarbeiten können sich und ihr Wissen sehr gut mit einbringen. Sie müssen sich aber auch abstimmen und einigen und sich auch auf einen längeren Entscheidungsprozess einstellen. Die Führungspersonen haben den Vorteil, dass sie das gesamte Wissen des Teams mit nehmen können. Sie müssen aber auch alle Entscheidungen und Umsetzungen eng mit dem Team absprechen, Konflikte im Team klären und aufpassen, dass die Entscheidungen die letztlich umgesetzt werden vom gesamten Team getragen werden.  


PrüfFachw. S.398

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