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Montag, 17. Dezember 2018

Der vollkommene und der unvollkommene Markt

Der vollkommene Markt ist ein Begriff, den wir häufig hören, wenn wir uns mit der Betriebswirtschaftslehre befassen. Doch worum es beim vollkommenen Markt genau geht und welche Unterschiede zum unvollkommenen Markt vorliegen, das soll dieser Beitrag aufklären.

In der Wirtschaftstheorie ist es nötig Modelle zu entwickeln und zu betrachten, welche auf Grund von bestimmten Überlegungen handelt werden. Eine solche Überlegung ist der vollkommene Markt, der uns insbesondere bei den Modellen zur Preisbildung immer wieder über den Weg läuft. 

Der vollkommene Markt Prämissen

Homogene Güter
Keine Präferenzen der Marktteilnehmer
Viele Anbieter und Nachfragende
der Markt ist vollständig Transparent
Einheit von Raum und Zeit ( alles ist überall und alle ist gleichzeitig)


Was sind Prämissen und gibt es einen vollkommenen Markt?

Unter Prämissen versteht man Bedingungen, also Annahmen unter denen man einen vollkommenen Markt vorliegen hat. Dazu muss man sagen, dass diese Prämissen nie vollständig erfüllt werden. In der Realität kann es keinen vollkommen Markt geben, da immer eine der vorhandenen Prämissen nicht gegeben sein wird. Wenn man ein homogenes Gut voraussetzt so muss man auch vorraussetzen, dass die Preise für die Güter immer gleich sind, beziehungsweise nur dann Veränderungen vorgenommen werden, wenn diese auch im Modell betrachtet werden sollen. 


Gibt es einen vollkommenen Markt

Natürlich kann es keinen vollkommenen Markt geben, denn dieser setzt ja auch Menschen voraus die keine Präferenzen haben. So ähnlich wie die Vorstellung von einem homo oeconomicus kann es auch keinen Markt geben in dem die Güter immer homogen sind und der eine vollständige Transparenz aufweist. 

Wozu braucht man denn das Modell von einem vollkommenen Markt?

Wir nutzten dies um uns Preise und deren Bildung an Hand von Modellen vor Augen führen zu können. Die vielfältigen Prozesse auf einem unvollkommenen Markt würden es unmöglich machen Modelle zu betrachten und zu entwickeln. Nur durch die Annahme eines vollkommenen Marktes haben wir die Möglichkeiten Faktoren mit einzubeziehen und herauszurechnen. 


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Montag, 3. September 2018

Wissen für BWL und VWL - Die Geldschöpfung erklärt


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Montag, 20. August 2018

Einkommensarten

Man unterscheidet verschiedene Einkommensarten

Das Arbeitseinkommen besteht aus Lohn und Gehalt es wird von unselbstständig tätigen Bürgern erworben.

Das Unternehmereinkommen besteht aus dem Unternehmerlohn, also der Vergütung für die selbstständige Tätigkeit, der Risikoprämie und dem Unternnehmensgewinn, welches der Unternehmer aus der Firma ziehen kann. Die Risikoprämie ist ein Zuschlag, den Unternehmer auf Grund ihres Unternehmerrisikos für sich vereinnahmen können, denn sie verfügen ja über keine Sozialleistungen. An dieser Stelle sei noch einmal der Hinweis formuliert, dass sich auch Arbeitgeber und Unternehmer freiwillig gesetzlich krankenversichern können und das man auch als Neuselbstständiger freiwillig in die Krankenkasse einzahlen kann und so von deren Leistungen profitieren kann. 


Außerdem gibt es noch Kapitaleinkommen, also Geld was man für seinen Kapitaleinsatz in Form von Zinsen bekommt.

Als letzte Form des Einkommens kennen wir das Bodeneinkommen, Einkommen aus dem Produktionsfaktor Boden, in Form von Mieten oder Pacht.

Bei der Abhängigkeit der Einkommensarten kann man unterscheiden:
Die eine Art der Einkommen ist aus dem Markt entstanden. Sie ist das Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Dies ist beim Unternehmerlohn der Fall, aber zum Teil auch beim Bodeneinkommen. Die Mietpreise werden nicht unerheblich vom Angebot und der Nachfrage bestimmt.


Dann gibt es noch eine Bestimmung des Einkommens an Hand der Tarifverträge, das wird beim Arbeitseinkommen so gemacht. Hier bestimmen die Tarifparteien aus Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden wie hoch die Löhne oder Gehälter sind, wie viel Urlaub es gibt und so weiter. 

Außerdem gibt es noch Einkommen von privaten Haushalten welches durch die öffentliche Einkommensübertragung entsteht. Dies ist bei Renten oder Pensionen der Fall, man kann aber auch bei anderen staatlichen Transfertleistungen wie Arbeitslosengeld und Wohngeld davon sprechen, dass eine Einkommensübertragung statt fand. 


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Montag, 19. März 2018

Preisbildung für eine Ware

Der Preis von Waren oder Dienstleistungen bilden sich am Markt über das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Jedoch wird nicht nur das Angebot beziehungsweise die Nachfrage zum Erstellen des Preises heran gezogen, sie bedingen sich auch gegenseitig.

Zum Beispiel könnte man den Preis für ein Girokonto nehmen. Der Markt an dem die Kunden und die Anbieter in diesem Fall die Banken, aufeinander treffen wird von verschiedenen Preismodellen bestimmt. Das Angebot, zum Beispiel ein Konto, ist überall ähnlich, jedoch ist die Nachfrage nicht unbegrenzt. So müssen die Banken durch Preissenkungen die Kunden von ihrem Institut überzeugen und so Kunden an Land ziehen.

Hingegen kann es auch sein, dass ein bestimmter Bereich sehr lukrativ ist. Zum Beispiel die Bitcoin Branche. Aus der erhöhten Nachfrage nach Beratung, die sich aus dem steigenden Interesse ergibt folgt zunächst eine Preissteigerung bei den beratenden Instituten, denn diese haben eine erhöhnte Nachfrage aber nur ein begrenztes Angebot. Diese lukrative Tätigkeit bleibt aber nicht lange unentdeckt, immer mehr Berater strömen auf dem Markt, die Nachfrage nehmen wir hier mal als konstant an. So muss sich eine immer gleich Anzahl an Kunden zwischen immer mehr Anbietern entscheiden. Der Preis für die Dienstleistung wird automatisch sinken je mehr Auswahl die Kunden haben.

Nicht immer reagiert der Preis unmittelbar und sofort auf die veränderten Situationen von Nachfrage und Angebot. Manchmal spricht man von einer Elastizität. Der Preiselastizität. 

S33

Montag, 20. November 2017

Volkswirtschaftslehre Magisches Viereck

Wichtige Prüfungsinformation: Das Buch ( siehe Quellen ) gab uns den Hinweis für die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte die jeweiligen Zahlen des Vorjahres zu besorgen, um diese für die Prüfung zu lernen. Als Quellen können das Statistische Bundesamt, die IHK oder andere Quellen heran gezogen werden. 

Was ist das magische Viereck?

Das magische Viereck fasst die vier wichtigsten Ziele der Gesamtwirtschaft zusammen und bei Erreichung dieser Ziele wird ein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht erreicht. Diese vier Ziele sind gleichrangig und wurden im Stabilitätsgesetz von 1967 ( StabG) gesetzlich verankert.

Das Zusammenspiel dieser vier Ziele wird als magisch bezeichnet, da es unmöglich ist alle Ziele zugleich zu erreichen. Sie stehen zum Teil zueinander in Konkurrenz, das bedeutet je näher man sich dem einen Ziel annähert, desto weiter entfernt man sich von dem anderen Ziel.

Die  Ziele werden von der Bundesregierung als gleichrangig angesehen, jedoch hat die EZB ( Europäische Zentralbank ) die Preisstabilität als vorrangiges Ziel.


Die Ziele des magischen Vierecks

Die vier Ziele des magischen Vierecks sind

  1. Stabilität des Preisniveau
  2. Hoher Beschäftigungsgrad
  3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
  4. stetige und angemessenes Wirtschaftswachstum 

Wie werden die Ziele des magischen Vierecks gemessen?

  1. Stabilität des Preisniveau Hierbei wird die Inflationsrate betrachtet
  2. Hoher Beschäftigungsgrad wird über die Arbeitslosigkeit nachgewiesen
  3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht die Außenbeitragsquote misst wie gut das Außenwirtschaftliche Gleichgewicht gegeben ist. 
  4. stetige und angemessenes Wirtschaftswachstum  misst man mit Hilfe der Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes
Welche genauen Zahlen / Formeln gibt es für die jeweiligen Ziele

Die Ziele lassen sich anhand von Formeln und Zahlen sehr genau als erreicht oder defiziär klassifizieren. Hierbei kann man sich die jeweiligen Zielwerte zur Hand nehmen, um festzustellen, ob man in den jeweiligen Zielwerten liegt.


  1. Stabilität des Preisniveau Wenn die Preissteigerung nicht mehr als zwei Prozent beträgt ist man bei diesem Ziel im gewünschten Bereich
  2. Hoher Beschäftigungsgrad Die Arbeitslosenquote sollte zwischen 0,7 Prozent und 3 Prozent liegen. Die Arbeitslosenquote wird berechnet indem man die Zahl der Arbeitslosen mal 100 nimmt und dies durch die Anzahl der Erwerbspersonen teilt. Man sieht dabei die saisonale und friktionelle Arbeitslosigkeit als unvermeidbar an und berücksichtigt dies auch in den Zielvorgaben  
  3. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht Es wäre perfekt, wenn die Importe genau so groß wären wie die Exporte. Die Außenbeitragsquote errechnet sich über ( Exporte-Importe mal 100) durch nominale BIP.  Hierbei muss berücksichtigt werden, dass ein Ausgleich der Handelsbilanz noch nicht dem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht entspricht. Die Übertragungen ( also deutsche Zahlungen an das Ausland ohne eine Gegenleistung vom Ausland ) müssen noch berücksichtigt werden. Deutschlands Handelsbilanz ist seit vielen Jahren passiv, das bedeutet, dass Deutschland mehr Geld ans Ausland in Form von Übertragungen überweist, als Deutschland wieder zurück bekommt. Betrachtet man den Export und Import, so spricht man auch vom Außenbeitrag. Ist der Außenbeitrag positiv, so werden mehr Exporte als Importe getätigt, dies kann auch wieder ein Steigen von Preisen bewirken, aber auch ein Sinken der Arbeitslosenquote 
  4. stetige und angemessenes Wirtschaftswachstum bei einer Zunahme von 3 bis 4 Prozent spricht man von der Erreichung von diesem Ziel  Das Wachstum wird immer an Hand der Zahlen des jeweiligen Vorjahres berechnet. Hier kommt es zu einem interessanten mathematischen Phänomen: Wenn immer in jedem Jahr das Wachstum den selben Betrag hat, es sich also um ein lineares Wachstum handelt, so sinkt der Wachstumsfaktor. Der je gleiche Betrag macht nämlich einen immer kleiner Betrag im Verhältnis der Gesamtsumme aus. Um ein konstantes Wachstum zu erreichen müsste es sich faktisch als um exponentielle Wachstum handeln.   


Zielbeziehungen des magischen Vierecks

Die Ziele des magischen Vierecks sind in einer stetigen Wechselbeziehung zueinander. Man kann sie nie isoliert betrachten. Zum Teil sind diese Ziele harmonisch miteinander zum Teil widersprechen sie einander aber auch. Es gibt verschiedene Arten von Zielbeziehungen:

Identische Ziele, wenn die Ziele exakt gleich sind und in genau die gleiche Richtung laufen spricht man von identischen Zielen. Wenn Ziele komplementär sind ergänzen sich sich, sie sind aber nicht identisch. Neutrale Ziele beeinflussen sich nicht. Sie tragen weder zur Erreichung des anderen Ziels bei, noch schließen sie das andere Ziel aus. Wenn Ziele einen Konflikt haben, dann beeinflussen sie sich gegenseitig.  Stehen sie hingegen in einem kompletten Widerspruch zueinander, so spricht man von Antinomie. Dies ist der Fall, wenn man beim Erreichen des einen Ziels das andere Ziel unmöglich macht.

Beispiele für die Zielbeziehungen im magischen Viereck

Harmonische Ziele

Wirtschaftswachstum und der Wunsch nach Vollbeschäftigung
Preisstabilität und außenwirtschaftliches Gleichgewicht ( denn wenn im Inland die Preise gut sind gibt es keinen Grund hohe Exporte zu wollen )

Zielkonflikte

Wird in Zeiten einer stagnierenden Wirtschaft die Wirtschaft durch den Staat angeregt, so kann es zu weiteren Schwierigkeiten kommen. Wenn die öffentliche Hand Investitionen tätigt, um die Wirtschaft an zu kurbeln, dann kann daraus resultieren, dass die Preise steigen. So ist ein Zielkonflikt zwischen der Stabilität des Preisniveaus und dem angemessenen und stetigen Wirtschaftswachstum gegeben.

Werden in Zeiten von wirtschaftlichen Problemen ( zB. Finanzkrise ) die Steuern gesenkt, so kann das außenwirtschaftliche Gleichgewicht in Gefahr geraten.

Vollbeschäftigung und Preisstabilisierung sind konkurrierende Ziele.

Außerdem kann es dazu kommen, dass die EZB die Geldmenge klein hält und so die Preise stabil halten will, so sinkt aber auch die Nachfrage durch die Privaten Haushalte, also wird das Wachstum gehemmt.

Im magischen Sechseck kann es zu einem Konflikt zwischen Umweltschutz und Wirtschaftswachstum kommen. Je mehr Güter nachgefragt werden, desto häufiger geht dies auch zu Lasten der Natur.

Die politischen Vorgänge hinter dem magischen Viereck

Jedes Jahr wird im Monat November ein Rat zusammengerufen, der aus den fünf Weisen besteht. Diese beraten über die aktuelle Lage der Bundesrepublik und deren Entwicklung.
 Sie erstellen einen Jahresbericht der sogenannte Jahreswirtschaftsbericht. Dieser legt die Ziele für die Werte des magischen Vierecks in Form von Zahlenwerten fest.

Schließlich berät die Bundesregierung mit dem Konjunkturrat über geeignete Maßnahmen, bevor diese beschlossen werden.

Magisches Dreieck Erweiterung zum magischen Fünfeck, Sechseck, Siebeneck, Achteck und Neuneck 

Man spricht vom magischen Dreieck, wenn die Preisstabilität und das stetige Wirtschaftswachstum gegeben sind. Zudem sollte dann Vollbeschäftigung gegeben sein.

Zum magischen Fünfeck lässt sich die Zielmatrix mit dem Ziel "ausgeglichene Haushalte" erweitern. Kommt das Ziel der gerechten Einkommensverteilung hinzu, so spricht man vom magischen Sechseck. Der Umweltschutz kann auch hinzugezogen werden ( Siebeneck ) und zudem noch gute Arbeitsbedingungen ( Achteck ) und / oder die Sicherung von Ressourcen ( 9 Eck ). Welches dieser zusätzlichen Ziele hinzugezogen wird ist abhängig von der jeweiligen politischen Macht.

Quellen

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/23/Magisches_Viereck_der_Wirtschaftspolitik.svg/2000px-Magisches_Viereck_der_Wirtschaftspolitik.svg.png

Die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte :http://amzn.to/2dcOH8c
http://www.bwl-wissen.net/definition/magisches-viereck
http://www.wirtschafts-lehre.de/magisches-viereck.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Viereck


Montag, 13. November 2017

VWL Was ist Geld, Welche Funktion(en) hat es und

Geld ist ein Element, welches uns im täglichen Leben immer umgibt. Dennoch ist Geld weder Fisch noch Fleisch, weder echte Materie ( so wie Gold ) noch reine Zahlen ( es sei denn es handelt sich um Buchgeld ). Doch was Geld genau ist sollte man als Wirtschaftsfachwirt doch eigentlich wissen. Darum haben wir uns erlaubt hier einmal einen Lernzettel aus dem VWL W 02 Kapitel 1 Heft von ILS zusammenzustellen. Doch diesen wollten wir alleine nicht so behalten, sondern legen Wert darauf, dass wir diese Informationen aus dem Heft  noch stark anreichern.

Warum Geld

Früher macht jeder aller was er brauchte selbst. Brauchte man Butter gewann man Milch aus Kühen und machte seine Butter selbst, Kleidung entstand aus Wolle, die man spann und dann schließlich in Form von Faden zu einem Pulover strickte.

Heute haben wir Arbeitsteilung, das heißt kaum jemand hat noch Tätigkeiten im landwirtschaftlichen Bereich für sich selbst, nebenbei zur Selbstversorgung. Die meisten Menschen müssen Waren eintauschen gegen ihre anderen Dienstleistungen. Um ein Element zu haben, welches einen einheitlichen Wert hat. So weiß der andere jeweils welchen Gegenwert das hat was er oder sie eintauschen möchte.

Als ein wunderbares Tauschmittel hat sich Geld herausgestellt.

Wesentliche Merkmale von Geld

Es gibt einige Merkmale, welche uns klar erkennen lassen, dass es sich bei dem betrachten Gut um Geld handelt. Hierzu kann man drei Merkmale herausarbeiten:

  1. Knappheit
  2. allgemeine Annahmegewohnheit
  3. Wertbeständigkeit


Nur knappe Güter sind wertvoll, das bedeutet, dass man nicht unendlich viel Geld drucken kann. Für die Bestimmung der Geldmenge und die Menge des Geldes, die die Bankens schöpfen dürfen ist heute die EZB zuständig.
Die Wertbeständigkeit zeigt, dass das heutige Geld auch morgen noch wertvoll sein soll, es hat also auch einen Zukunftsbezug.

Funktion von Geld
Geld hat mehrere Funktionen die wir hier der Übersicht halber einmal auflisten

  • Tauschmittel
  • gesetzliches Zahlungsmittel
  • Wertmaßstab
  • Recheneinheit
  • Wertübertragung
  • Wertaufbewahung
  • Vergleichsmaßstab

Welche Geldarten gab es?

Unser Geld hat eine lange Geschichte hinter sich. Nach der Entstehung des Nutzgeldes, wo man Viehgeld oder Schmuckgeld eintauschte kam das Metallgeld auf. Zunächst in Form von Wägegeld, also Metallklumpen die gewogen wurden und deren Wert bestimmt wurde. Schließlich prägte man Münzen. Hierbei unterscheidet man Kuratmünzen von den heute gebräuchlichen Scheidemünzen. Zudem gibt es noch Banknoten ( also Scheine ) und Buchgeld.

Währung

Die Regierung legt fest welches Geld als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet werden soll. Dies bezeichnet man als Währung des Landes.

Wie entsteht Geld?
Geld entsteht durch den Prozess der Geldschöpfung, dem wir einen eigenen Beitrag widmen. Dies kann über verschiedene Wege passieren und ist ein Vorgang, welcher von uns unbemerkt bei den Banken abläuft. Wie viel Geld in Umlauf ist ist ein wesentlicher Faktor der Wirtschaftspolitik. Die Geldmenge kann politisch gesteuert werden und so als Instrument gegen Inflation und zur Steuerung der Konjunktur verwendet werden.


Quellen

Die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte :http://amzn.to/2dcOH8c
Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a

Montag, 6. November 2017

VWL Motive der Kassenhaltung von Nichtbanken

Die Nichtbanken, also die privaten Haushalte und die Unternehmen, halten ihre Kassen nach einigen ganz bestimmten Motiven. Sie werden die drei Motive der Kassenhaltung genannt. Die hier genannte Form der Kassenhaltung wird auch als Keynesianische Geldnachfrage bezeichnet und fällt in den Bereich der Makroökonomie. Sie betrachtet wie, also nach welchen Grundsätzen private Haushalte und Firmen, ggf. auch die öffentliche Hand Geld nachfragt. Keyne nannte dafür drei Kassen

  1. Transaktionskasse
  2. Vorsichtskasse
  3. Spekulationskasse 

Der berühmte Wirtschaftstheoretiker John M. Keynes stellte die These auf, dass es diese drei Kassen gäbe nach denen Geld nachgefragt wird. Diese sind mit den Motiven identisch.

Transaktionsmotiv
Hiermit ist gemeint, dass die Haushalte und Firmen einen gewissen Kassenstand behalten. Sie geben nie ihr gesamtes Geld aus. Einen Teil davon legen sie in Form von Anlagevermögen und Geldanlagen an, sie erzielen damit Einkommen. Einen anderen Teil halten sie als Liquiditätsrücklage vor. Hier müssen die Haushalte und Firmen eine Entscheidung treffen: Entweder sie legen ihr Geld an und haben ein Maximum an Rentabiltiät, denn das angelegte Geld kann sich verzinsen. Jedoch sind sie dann nicht liquide. Oder sie halten das Geld zu Hause im Sparstrumpf vor, dann haben sie die maximale Liquidität, jedoch keine Rentabilität. Ein Optimum liegt sicher genau in der Mitte: Einen Teil sollte man anlegen, den anderen Teil sollte man liquide halten.

Vorsichtsmotiv Das bezeichnet die Gewohnheit von Firmen und Haushalten sich einen Teil des Geldes als Reserve auf die hohe Kante zu legen . Die Vorsichtkasse soll dazu dienen Investitionen die nicht vorhergesagt wurden abdecken zu können. Beispielsweise eine nicht geplante Reparatur am Auto.  Die Höhe der Vorsichtskasse ist psychologisch bestimmt.

Spekulationsmotiv Die Haushalte und Unternehmen beobachten den Markt. Wenn sie steigende Preise für ein Gut erwarten, dann lösen sie ihre Bestände auf und fragen das Produkt sofort nach, um einer Preissteigerung zu entgehen. Erwarten sie aber, dass das Preisniveau für dieses Produkt sinkt, so werden sie das Geld noch zurück halten und kaufen erst dann, wenn der Preis so niedrig ist wie sie es erwartet haben.

Weitere Ansätze für die Theorie der Geldnachfrage sind:

  • Der klassische Ansatz
  • Der Post Keynesanische Ansatz und
  • Monetaristischer Ansatz


Quellen und weiterführende Literatur


  • Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
  • http://www.th-brandenburg.de/~wieland/Vorlesungsfolien/Makro3IS&LM.pdf
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geldnachfrage
  • Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a
  • https://books.google.de/books?id=wjHKBgAAQBAJ&pg=PA94&lpg=PA94&dq=Motive+der+Kassenhaltung+von+Nichtbanken&source=bl&ots=sCoXgu4Xmf&sig=RkIvZx1GYdvTh3vfiKdkyT2zD5s&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwicu-nP57nPAhXE2xoKHbaZBloQ6AEIJTAB#v=onepage&q=Motive%20der%20Kassenhaltung%20von%20Nichtbanken&f=false
  • Bildquelle Pixabay

Montag, 26. Juni 2017

Buchtipp Die Prüfung der Wirtschaftsfachwirte

Ich werde immer mal wieder gefragt welchen Tipp ich Lernenden geben würde, wenn sie sich auf die Prüfungen vorbereiten wollen. Ein wichtiger Tipp ist die Anschaffung von 2 Büchern. Diese sind für den ersten und für den zweiten Prüfungsteil bestimmt. Sie haben uns treue Dienste geleistet und sind übersichtlich, gut aufgebaut und sehr verständlich geschrieben.
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 Hinzu kommt, dass man aus ihnen unvergleichlich viele Tipps bekommt ( zum Beispiel, dass man sich die Zahlen für das magische Viereck vor der Prüfung holen und lernen sollte. Wir haben uns die Bücher komplett eingescannt und dann auf dem Handy vor den Schlafengehen gelesen. Ja, ich weiß man kann sich schönere Dinge vorstellen. Aber das hat wirklich sehr gut geholfen, denn hier hat man die alten Bekannten aus den Heften noch mal wiedergefunden. Manchmal ausführlicher, manchmal auch knapper, jedoch immer verständlich und irgendwie auch gut aufbereitet. Mir hat besonders gut gefallen, dass es in den Büchern auch klausurtypische Aufgaben und Fragen gibt.
   

Montag, 12. Juni 2017

Die europäische Zentralbank

Der aktuelle Präsident der EZB ist Mario Draghi, der Vizepräsident ist Vítor Constâncio. 

Aufgaben der EZB

  • führt Bankgeschäfte mit Banken und Nichtbanken im privaten und öffentlichen Bereich
  • Notenbank der EU
  • Festlegung der Geldpolitk
  • Versorgt die Wirtschaft mit Geld ( Nur die EZB darf Euronoten machen )
  • Ausführung der Geldpolitik
  • Währungsreserven der Mitglieder verwalten
  • Zahlungsverkehr in der Gemeinschaft organisieren
  • Hüterin der Währung ( Sorgt für die Stabilität des Geldwertes ) 
  • Bank des Staates ( ist die Bank der Bundesrepublik, so wie wir bei der VR Bank, Sparkasse, Commerzbank oder so sind )
  • Bank der Banken ( Gibt den Banken Kredite - siehe Clearing, siehe Geldschöpfung ) 
  • Trägerin des Auslandszahlungsverkehrs ( Deutschland ist stark auf den Export konzentriert, darum übernimmt die EZB die wichtige Aufgabe den Zahlungsverkehr mit dem Ausland zu tragen ) 


Bei den Entscheidungen beruft sich die EZB auf

  • das aktuelle Preisniveau
  • Kurse von Yen und Dollar
  • die aktuelle Konjunkturlage
  • die Lage auf den Finanzmärkten 

Clearing 

Die privaten Banken verschulden sich bei EZB, die EZB bestimmt dabei wie viel Mittel sie zur Refinanzierung der Banken zur Verfügung stellt.  Im Giro Ring der Banken wird der Zahlungsverkehr ohne die Zentralbank abgewickelt. Dies wird als Clearing bezeichnet und im Euroraum über das TARGET System abgewickelt. ( siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Clearing)

Stellung der EZB in Europa

Die EZB ist frei von allen nationalen Einflüssen
die Regierungen der Länder haben kein Recht auf Kredite durch die EZB, kein Vetorecht bei geldpolitischen Beschlüssen, keine Weisungsrechte.

Die Unabhängigkeit der EZB ist ein wichtiges Instrument und darum auch gesetzlich verankert. Sie hat

  • Weisungsunabhängigkeit Darf keine Weisung von Regierungen oder anderen öffentlichen Organen in Empfang nehmen
  • Finanzielle Unabhängigkeit Keine Vergabe von Krediten an Regierungen oder öffentliche Haushalte
  • Personelle Unabhängigkeit  Die Mitglieder des EZB Rates können nur in besonderen Fällen aus dem Amt genommen werden 
  • Funktionelle Unabhängigkeit die Hauptaufgabe der EZB ist die Geldwertstabilität in zweiter Linie soll sie auf die Wirtschaftspolitischen Belange Rücksicht nehmen 

aber auch

  • Rechenschaftsverpflichtung Muss Jahresbericht beim EU Parlament einreichen. Hier kann man sich die aktuellen Jahresberichte ansehen. https://www.ecb.europa.eu/pub/annual/html/index.en.html



Aufbau der EZB

Die EZB besteht aus mehreren zentralen Organen ( vergleiche Prüfung der Wirtschaftsfachwirte, wirtschaftsbezogene Qualifikationen S. 77 und 76 )

Der Rat der europäischen Zentralbank ist das oberste Organ. Der Präsident, der Vizepräsident und die weiteren Minister werden von den Präsidenten der nationalen Zentralbanken ergänzt.

Das Direktorium 
ist die Exekutive der EZB und besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und den vier weiteren Mitgliedern des Direktoriums. Zu ihren Aufgaben gehören die Leitung und Verwaltung der EZB und die Durchführung der Beschlüsse der EZB. Das Direktorium erteilt den Nationalbanken Weisungen

Ernennung des Direktoriums erfolgt, indem der ECOFIN-Rat das Direktorium empfielt. Dieses wird dann von den Regierungen ernannt.

Der erweiterte EZB Rat ist für alle EU Staaten, die noch in in der Währungsunion angekommen sind. Diese besteht aus den Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Nichtteilnehmerländern und dem EZB Rat. Dieser erweiterte Rat hat die Aufgabe zu prüfen, ob die Kandidaten die Konvergenzkriterien erfüllen. Sie ist auch das Verbindungselement der Währungsunion mit EWS II und hat nur eine beratende Funktion. Sie darf keine geldpolitischen Entscheidungen fällen.


Quellen


  1. Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
  2. Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a
  3. https://www.ecb.europa.eu
  4. Bildquelle Pixabay

Montag, 5. Juni 2017

Konjunktur



Was ist Konjunktur? 

Als Konjunktur bezeichnet man die wirtschaftliche Lage. Diese kann von einem Land oder von einer Firma stammen und sie durchläuft klassische Phasen - den sogenannten Konjunkturzyklus. Dieser beginnt immer wieder von Neuem, wenn er einmal durchlaufen wurde und beschäftigt uns regelmäßig. Wir lesen nicht nur in den Zeitungen vom Konjunkturbericht, sondern bekommen die wirtschaftliche Lage auch sehr am eigenen Laib zu spüren. Manchmal sehen wir auch die Maßnahmen des Staates, die der Konjunkturbelebung oder - bremsung dienen sollen.


Aufschwung EXPANSION

  • Wirtschaftssubjekte fragen immer mehr nach
  • Stimmung wird optimistischer
  • Nachfrage steigt
  • Angebot ist elastisch
  • Preise bleiben stabil
  • Zunehmende Kapazitätsauslastung
  • Die Neueinstellungen steigen
  • Sinkende Arbeitslosigszeitszahlen
  • Steigende Nachfrage nach Investitionsgüter
  • Kredite haben niedrige Zinsen
  • Steigende Steuereinnahmen


Expansion BOOM 

  • Steigende Konsumgüternachfrage
  • Steigende Preise
  • Steigende Löhne ( Lohn Preis Spirale )
  • Steigende Zinsen
  • Sinkende Aktienkurse
  • Sinkende Gewinne
  • Sinkende Investitionsgüternachfrage
  • Sinkende Stimmung


Abschwung Rezession

  • sinkende Invstitionsgüternachfrage
  • sinkende Konsumgüternachfrage
  • sinkende Produktion
  • Steigende Arbeitslosigkeitszahlen
  • Banken haben freie Überschussreserven
  • Sinkende Zinsen
  • Sinkende Aktienkurse, die sich langsam wieder erholen
  • Löhen bleiben wegen Tarifverhandlungen stabil
  • Steuerausfälle
  • Preise stagnieren


Tiefstand oder auch Depression

  • Steigender Optimismus macht sich breit
  • Banken haben hohe Liquiditätsreserven Banken
  • Sinkende Zinsen
  • Steigender Konsum
  • Steigende Beschäftigung

Wendepunkte

Im Verlauf eines Konjunkturzyklus gibt es insgesamt zwei Wendepunkte. Die Krise bezeichnet den unteren Wendepunkt. Wenn die Krise erreicht ist geht es nach dem Abwärtstrend wieder steil nach oben.

Der Höhepunkt nach dem Aufschwung ist der Boom. Ist ein Boom erreicht, dann geht es von dem Punkt an nur noch bergab und die Lage verschlechtert sich.


Auf diese Phasen folgt dann wieder ein neuer  Aufschwung und so weiterer und so fort

Wirtschaftswachstum

Die Konjunktur macht Aufschwünge und geht auch wieder nach unten, jedoch sinkt sie immer ein bisschen weniger tief ab. So kommt es, dass sich die Wirtschaft im Verlauf der Entwicklung doch nach oben entwickelt und die so tief sinkt wie an den Punkt, wo die Konjunkurlinien ihren Ausgang nahmen. Dieser Fakt wird Wirtschaftswachstum genannt.

Das Wachstum sorgt für mehr

  • Wohlstand
  • soziale Sicherheit
  • Staatseinnahmen
  • technische Innovation
  • Verteilung von Wohlstand

und das Wirtschaftswachstum ist das Ziel einer gelungenen Wirtschaftspolitik.

Kondratieffs Theorie der langen Wellen

Der Wissenschaftler Kondratieff fand heraus, dass sich die Konjunkturwellen immer wieder wiederholen jedoch in einem Zyklus von ungefähr 50 Jahren mit einem leichten Aufwärtstrend vollziehen. So dokumentierte er, dass es stets wichtige technische Fortschritte gibt, die den wirtschaftlichen Verlauf von Grund auf verändern und zu neuem Aufschwung führen. Diese Entwicklungen reichen von der Einführung der Dampfmaschine bis hin zur Entwicklung des Computers. Solche Entwicklungen führen dann immer zu einem neuen Aufschwung.

Schwankungen und Konjunkturverlauf

Während  der gesamte Konjunkturzyklus ein Vorgang ist, der sich über viele Monate hinweg erstreckt, kann es zu  Abweichungen und Schwankungen kommen. Diese haben sehr verschiedene Ursachen. So ist es möglich, dass die gesamte Wirtschaft gerade in der Boom Phase ist, sich jedoch in der Baubranche und im Hotel Gewerbe eine Kriese einstellt. Diese resultiert dann aus saisonalen Schwankungen und ist ein natürlicher Prozess.

Quellen und weiterführende Literatur

  • http://www.zw-jena.de/arbeit/globalisierung.html
  • http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19808/konjunktur
  • Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe Seite 42-46
  • Die Prüfung der Fachwirte, wirtschaftbezogene Qualifikationen Seite 45 -46

Montag, 29. Mai 2017

Geldschöpfung


Das Bankensystem

Das Bankensystem besteht aus einem komplexen Zusammenspiel mehrerer Banken auf deutscher Ebene und auf der europäischen Ebene. Die Deutsche Bundesbank in Frankfurt ist  deutsche Zentralbank versorgt die Wirtschaft mit Geld. Hier Geld, das Zentralbankgeld besteht aus "echtem Geld", also Bargeld und dem Guthaben der Geschäftsbanken.

Die deutsche Bundesbank hat in den Bankplätzen Zweigstellen, die Landesbanken.

Seit 1998 gibt es die europäische Zentralbank ( EZB ), die mit den Bundesbanken der jeweiligen Ländern das Europäische System der Zentralbanken bildet. Die EZB ähnelt dem Aufbau der Bundesbank.


Geldmenge

In der Eurozone waren 2009 ungefähr 13 Mrd. Banknoten und 82 Mrd. Münzen im Umlauf. Der Wert der Euro betrug 783 Mrd Euro, was für jeden von uns 2500 Euro Bargeld macht. (Quelle: Wirtschaft für Einsteiger ). Doch die Geldmenge ist weitaus mehr als die Summe der Münzen und Scheine, wie diese Aufstellung zeigt. Außerdem ist die Geldmenge nicht gleich die Geldmenge. Man unterscheidet M1, M2 und M3 voneinander. M steht hierbei für money. Diese Geldmengen Begriffe muss man sich immer wieder vor Augen führen, wenn man sich mit dem Thema Geld und Umlauf von Geld beschäftigt.

Die Geldmengen M1 bis M3 setzen sich wie folgt zusammen: Quelle ILS Heft VWL W02

Münzumlauf
+ Banknotenumlauf
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= Bargeldumlauf
– Kassenbestände der monetären Finanzinstitute (MFI)
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= Nettobargeldumlauf
+ Sichtguthaben von Nichtbanken bei monetären Finanzinstituten
+ Sichtguthaben von Nichtbanken bei der Zentralbank
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= Geldvolumen M1
+ Termineinlagen mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren Einlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu 3 Monaten (z. B. auch Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist) kurzfristige Einlagen
= Geldvolumen M2
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+ Von MFIs ausgegebene geldmarktfähige Wertpapiere (z. B. Geldmarktfondsanteile oder andere Geldmarktpapiere)
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= Geldvolumen M3

An den verschiedenen Geldvolumen kann man auch die Funktionen des Geldes festmachen. Während M1 Geld als Tauschmittel repräsentiert, stehen M 2 und M3 für die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes.

Die Geldmenge ist nicht konstant. Durch das Wirtschaftswachstum, welches ja ein zentrales Ziel der Wirtschaftspolitik darstellt, steigt auch die Geldmenge. Denn durch das Entstehen von mehr Produkten oder teureren Produkten braucht man ja auch eine entsprechend größere Geldmenge, ansonsten käme es zur Teuerung.

Will man nun betrachten wie Geld geschöpft wird, so sollte man auch die Motive der Kassenhaltung von Nichtbanken mit in Betracht ziehen.

Geldschöpfungen


Man kann die direkte von der multiplen Geldschöpfung der Geschäftsbanken unterscheiden .


Die direkte Geldschöpfung
Hierbei fließt Geld aus dem  Bankensektor in den Nichtbankensektor. Dabei wird vom Banksektor Aktiva der Nichtbanken erworben und mit Sichtguthaben oder Geld bezahlt.
Diese Aktiva können

  • Gold
  • Devisen
  • Aktien
  • Wertpapiere
  • Wechsel (...) sein 

Oder man räumt einen Kredit ein.


Multiple Geldschöpfung der Geschäftsbanken

Die Bank braucht nun Passivgeschäfte um ihre Einlagen zu erhöhen.  Die Einlagen der Bank sind eingeteilt in
Mindestreserve ( je nach Vorgabe der EZB, geht als Sicherheitsreserve nicht mit in die Überschussreserve ein  )
Barreserve  ( Dies ist eine Menge an Barguthaben, welches vorgehalten werden muss, falls die Kunden ihre Einlagen zurück haben wollen )
Überschussreserve ( diesen Teil der Einlagen kann die Bank als Kredit vergeben )

Die Banken greifen zu einem Trick, um aus jedem vorhandenen Euro eigentlich mehrer Geld zu machen. Sie schöpfen Geld, indem sie aus dem vorhandenen Guthaben Kredite vergeben. Dieser Kredit landet ja wiederum als Geld auf dem Konto von jemanden. Die Kreditsumme ist somit zwei Mal vorhanden: Einmal als Forderung der Bank A an den Kreditnehmer. Und einmal als Guthaben des Kreditnehmers, welches er unter Umständen bei einer anderen Bank auf dem Konto hat. Diese kann dann wieder mit dem Geld, welches der Kreditnehmer ja als Kredit von Bank A bekommen hat arbeiten. Einen Teil davon muss sie als Sicherheit zurück behalten, doch einen weiteren Teil kann sie wieder als Kredit vergeben. So machen die Banken das in mehreren aufeinander folgenden Stufen für jeden Vorgang.

Ein Beispiel für eine multiple Geldschöpfung

Angenommen wir bekommen 1 000 Euro geschenkt. Diese bringen wir zu unserer Bank A. Die Bank hinterlegt die 1000 Euro als sogenannte Sichteinlage. Nun will die Bank mit den 1000 Euro arbeiten. Doch sie muss eine Mindestreserve an die EZB abgeben, sagen wir diese beträgt 2%. In  unserem Falle also 20 Euro. Nun sollen wir auch noch 18 Prozent Barreserve für die Bank berücksichtigen. Dies wären 180 Euro.

Die Bank A hat also
Sichteinlage 1000 Euro

Barreserve 180 Euro
Mindestreserve 20 Euro
Überschussreserve 800 Euro

Mit der Überschussreserve kann die Bank A arbeiten. Sie vergibt einen Kredit an den Ebay Händler H., der dafür waren einkauft. Diese bezahlt er an Firma B bei der Bank B
Bei der Bank A sieht das dann so aus
Sichteinlage 1000 Euro

Barreserve 180 Euro
Mindestreserve 20 Euro
Forderung an Ebayhänder H für den Kredit 800 Euro
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Die Firma B bekommt den Zahlungseingang und legt diese auf ihrem Bankkonto der Bank B zurück. Bei der Bank B sieht das nun so aus

Sichteinlage 800 Euro

Barreserve 144 Euro
Mindestreserve 16 Euro
Überschussreserve 640 Euro

Bank B kann mit den nun als Überschussreserve hinterlegtem Geld wieder einen Kredit vergeben. Diesen gibt er an Frau C. Diese kauft bei der Baufirma C Bretter für ihren Neubau ein. Firma C hinterlegt das Geld auf dem Bankkonto der Bank C.
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Aus Sicht von Bank B sieht es nun folgendermaßen aus
Sichteinlage 800 Euro

Barreserve 144 Euro
Mindestreserve 16 Euro
Forderung an Frau C. für den Kredit 640 Euro

Bank C hat nun dieses Bild bei sich, diese kann die neuen Gelder als Sichteinlage eintragen
Sichteinlage 640  Euro

Barreserve 115,20 Euro
Mindestreserve 12,80 Euro
Überschussreserve 524,80 Euro
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Die Bank C freut sich über diese Geldanlage und vergibt wieder einen Kredit...

So geht die Kette immer und immer weiter. Bis man die gesamten Möglichkeiten der immer neuen Überschussreserven vollständig ausgeschöpft hat.

Kreditschöpfungsbetrag und Geldschöpfungsmultiplikator

Wie man sieht vermag die Bank aus einer bestimmten Menge Geld noch mehr Geld herzustellen. Wie viel die Bank genau herstellen kann, das kann man mit Hilfe von 2 Formeln errechnen.

Die Überschussreserve wird in Euro angegeben, die Mindesreserve und Barreserve in Prozent ( 80 Prozent wären 0,8)

Die erste Formel ist der Kredtischöpfungsbetrag. Dieser errechnet sich aus Überschussreserve /(Barreserve + Mindestreserve)
Diese gibt den Betrag an wie viel man aus 10000 Euro machen kann.  Der Faktor, der angibt, auf das Wievielfache seiner ursprünglichen Größe sich eine Überschussreserve nach dem Durchlauf durch die Geldschöpfungsprozesse erhöht, nennt man Geldschöpfungsmultiplikator.
Dieser berechnet sich mit
1 / (Barreserve + Mindestreserve )




Quellen und weiterführende Literatur

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geld
  • Volkswirtschaftslehre II 0416A03 Dipl.-Volkswirt Matthias Natschinski überarbeitet von Klaus Krampe
  • Wirtschaft für Einsteiger, Sekundarstufe I, Arbeitsblätter Bestellnummer 5336, ISBN 978-3-8389-7053-3
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Geld
  • Dahl, Volkswirtschafslehre http://amzn.to/2dzee7a
  • http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/geldtheorie.html


Montag, 24. April 2017

Volkswirtschaftslehre - Der Homo Oeconomicus

Adam Smith ( 1723-1790 ) wusste schon, dass jeder nach seinem eigenen Wohle strebt. So kauft man die Wurst beim Metzger nicht, damit es dem Metzger gut geht, sondern damit man seinen Hunger auf Wurst stillt.

Der homo oeconomicus hat demnach folgende Merkmale


  • er denkt wirtschaftlich
  • er handelt rational
  • seine Entscheidungen beruhen auf Grundlage vollständiger Informationen
  • er hat stabile Präferenzen
  • er ist stets auf seinen persönlichen Vorteil bedacht


























In der Theorie wird davon ausgegangen, dass sich der Homo Oeconomicus stets so verhält, dass er den maximalen Nutzen aus seiner Entscheidung ziehen kann. Wenn er also zwischen zwei Wahlmöglichkeiten wäre, würde er stets jene wählen, die für IHN den größten Vorteil beinhaltet.

Beispiel: Simon kann sich entscheiden, entweder bekommt er 100 Euro oder er bekommt 80 Euro und sein bester Freund Eric bekommt 20 Euro. Nach dem Grundsatz des Homo Oeconomicus würde Simon nun die 100 Euro nehmen. Doch man kann davon ausgehen, dass es wenige Menschen gibt, die ihrem besten Freund die 20 Euro nicht gönnen.  Darum stellt die Wissenschaft diese Ansicht in Frage:

Moderne Theorien

man sieht den Homo Oeconomicus heute häufig kritisch. Da der Mensch nie ein vollständiges Informationsangebot hat und auch nicht immer rational handelt finden heutige Ökonomen die Annahme des Homo Oeconomicus unsinnig. Zudem muss man sagen, dass Werbung oder Marketing bei einem solchen Menschen wirkungslos wäre. Dies ist ja aber bekanntlich beim Menschen an sich nicht der Fall. Menschen kaufen eben manchmal nicht aus rein rationalen Motiven, sondern viele Käufe sind von Emotionen gelenkt.



Quellen und Stoffverortung:
Wo ist das in meinem Lernstoff:
ILS HEFT VWL 2  Kapitel 4.2
Wirtschaft für Einsteiger Arbeitsblatt 5

Zum Weiterlesen

http://www.bwl-wissen.net/definition/homo-oeconomicus
http://www.bwl-wissen.net/definition/homo-oeconomicus
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/homo-oeconomicus/homo-oeconomicus.htm

Montag, 28. November 2016

VWL - Grafik - der vollkommene Markt

In der Volkswirtschaftslehre wird der vollkommene Markt als eine Art Labor gesehen. In diesem arbeiten die Volkswirte und erstellen Modelle, die sich natürlich nicht ohne Weiteres auf die normalen Märkte übertragen lassen.

hier werden verschiedene Modelle für das Preis Mengen Verhalten von Anbietern und Kunden ausprobiert. Diese können sich im realen Leben aber ganz anders darstellen, denn die Prämissen des vollkommenen Marktes sind nicht im realen Leben vorhanden. 

Die Prämissen für den vollkommenen Markt lauten:
Es wird ein homogenes Gut gehandelt
Die Anbieter und Nachfragen haben keine Präverenzen
Sie reagieren sofort 
Alle Teilnehmer haben stehts den vollständigen Überblick über alles am Markt

Unter Prämissen verstehen wir das was wir als Grundannahme voraussetzen und unter diesen Annahmen gelten dann die erkannten Ergebnisse. 

Verwendete Literatur ( Affiliate ) Wirtschaftsfachwirte - Präsentation und Fachgespräch: Prüfungsablauf - Themenbeispiele - Medieneinsatz - Musterpräsentationen - Übungsthemen - Lexikon der Fachbegriffe Wirtschaftsbezogene Qualifikationen: Vorbereitung auf die IHK-Klausuren 2016 Die Prüfung der Fachwirte: Wirtschaftsbezogene Qualifikationen (Prüfungsbücher für Fachwirte und Fachkaufleute) Wirtschaftsbezogene Qualifikationen: Rechnungswesen: Zusammenfassung für die IHK-Prüfung Lexikon der Betriebswirtschaftslehre (Kompendium der praktischen Betriebswirtschaft) Arbeitsgesetze Taschenbuch – 4. März 2016 Recht: 180 klausurtypische Aufgaben und Lösungen aus 60 Fällen (Klausurentraining Weiterbildung - für Betriebswirte, Fachwirte, Fachkaufleute und Meister) Steuergesetze: Abgabenordnung, Bewertungsgesetz, Einkommensteuer einschließlich Nebenbestimmungen sowie Einkommensteuer-Tabellen, Erbschaftsteuer, ... Umwandlungssteuer u.a. (dtv Beck Texte) Taschenbuch – 22. April 2016  Wichtige Steuergesetze: mit Durchführungsverordnungen. Die Lernkarteikarten zum Wirtschaftsfachwirt IHK: (Box Set)Loseblattsammlung – 5. Mai 2014 Situationsaufgaben für Wirtschaftsfachwirte: Musterklausuren mit Lösungen
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